style="display:inline-block;width:728px;height:90px"
data-ad-client="ca-pub-9297998270201249"
data-ad-slot="9879354793">

La Petite France (Klein-Frankreich)

La Petite France ist vielleicht das charmanteste Stadtviertel, das Straßburg seinen Touristen zu bieten hat. Aus diesem Grund ist es fast immer von Besuchern aus aller Welt bevölkert.

La Petite France, Strassburgs malerisches Altstadtviertel

Unten sehen Sie ein Video über "La Petite France", das uns Herr Peter Kraft von Zeitblende TV aus Marburg zur Verfügung gestellt hat. Wir sagen herzlichen Dank!

Früher war La Petite France ein unbeliebter und finsterer Stadtteil. Die Häute und Felle, welche die Gerber aufhängten, verbreiteten einen üblen Geruch, den viele Straßburger mieden. Im Mittelalter fanden hier Gauner und Banditen Unterschlupf und angeblich wurden hier viele dunkle Geschäfte gemacht - auch ein reges Rotlichtmilieu soll hier gewesen sein.



In der Gegenwart ist davon nichts mehr zu spüren - das Viertel ist sehr beliebt bei Einheimischen und Touristen. La Petite France ist praktisch eine einzige Fußgängerzone und man kann die engen Gassen, die Fachwerkhäuschen und die vielen kleinen Geschäfte bequem mit einem schönen Spaziergang erkunden. Die Bezeichnung des Stadtteils geht auf das Hospital 'Blatterhüs' zurück, in dem im 16. Jahrhundert an Syphilis erkrankte französische Soldaten behandelt wurden.

Das markanteste Gebäude liegt direkt an dem Kanal der Ill und ist das Gerberhaus (Maison des Tanneurs), das für seine guten Sauerkrautvariationen bekannt ist. Schräg gegenüber findet man die einstige Taverne der Gerber (Lohkäs)  aus dem Jahr 1651. Die Bezeichnung des heutigen Lokals stammt von der Brikettherstellung aus Eichenrinde, mit der man die Tierfelle gegerbt hatte. Die anderen Gerberhäuser des Viertels aus dem 16. und 17. Jahrhundert wurden ebenfalls nahezu alle restauriert.

Die Rue du Bain-aux-Plantes, die Hauptstraße des Viertels, wurde im 13. Jahrhundert als sogenannter Glanzhof bezeichnet - im 15. Jahrhundert wurde daraus Pflanzhof, später dann das Pflanzbad. Diese Bezeichnung bezog sich auf eine öffentliche  Badeanstalt (Nr. 22), in der sich Frauen einer Bäderbehandlung mit wohlriechenden und -tuenden Kräutern unterzogen.

Bildquelle: Webmanager GmbH