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Baum-Ärger in Strassburg

Im Parc de l'Etoile rücken wohl bald die Holzfäller an

Sie sind erst vor sechs Jahren gepflanzt worden - nun aber müssen sie aller Wahrscheinlichkeit nach wieder weichen: Die 2.000 Bäume im Parc de l'Etoile in der Nähe des Straßburger Rathauses stören die Verantwortlichen mittlerweile.

Gründe für die radikale Baumfällaktion gibt es laut der Stadt genug: Es gibt zu viele Bäume auf einer zu kleinen Fläche, sodass diese sich gegenseitig Nährstoffe und Helligkeit nehmen. Zudem wachsen die Baumkronen schief, während die Wurzeln sich immer tiefer in den Boden fressen.

Dabei war die Absicht bei der Bepflanzung eine ganz andere gewesen. Denn lange Zeit rollte der Verkehr durch den heutigen Park, der damals noch Sternenplatz (Place de l'Etoile) hieß. Als das Gebiet dann zur verkehrsberuhigten Zone erklärt und die Autos nach draußen verbannt wurden, wollte Straßburg ein grünes Zeichen setzen. In die Landschaft fügten sich neben den Bäumen auch das neue Konservatorium; letztes Jahr wurde dann noch die Mediathek eingeweiht. Nun aber werden die allermeisten Jungbäume wohl nicht mehr zu retten sein.

Inzwischen ist gar ein politischer Streit um die Bepflanzung entbrannt. Die mehr als 25 unterschiedlichen Arten von Bäumen waren noch unter der konservativen Stadtverwaltung geplant und gepflanzt worden, mittlerweile sitzen aber die Sozialisten im Rathaus. Sie beschuldigen ihre Vorgänger, das Problem zu lange ignoriert zu haben. Noch vor ein paar Jahren hätten die Bäume umgepflanzt werden können. Jetzt aber kämen immense Kosten für die Beseitigung auf die Stadt zu. Zudem müsse eine Neugestaltung in Auftrag gegeben werden.

Quelle: Badische Zeitung